Technische/r geprüfte/r Betriebswirt/in

Für die Prüfung des technisch geprüften Betriebswirten muss der Prüfling sein erlerntes betriebswirtschaftliches Fachwissen nachweisen.
Unter anderem sollen seine technischen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen ihn befähigen, die erforderlichen, unternehmerischen Handlungskompetenzen zu erlangen.
Welche Voraussetzungen werden benötigt?

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, muss

  • eine erfolgreiche abgelegte Prüfung zum Industriemeister oder
  • eine vergleichbare technische Meisterprüfung oder
  • eine erfolgreiche abgelegte, staatlich anerkannte Prüfung
  • zum Ingenieur mit einer mindestens zweijährigen einschlägigen beruflichen Praxis oder
  • eine erfolgreich abgelegte Prüfung zum technischen Fachwirt (IHK)
    nachgewiesen werden.

Zum Zeitpunkt der Prüfung muss das berufsspezifische Praktikum absolviert sein.

Welche Prüfungsinhalte gibt es?

Teil 1 der Prüfung sind das wirtschaftliche Handeln und die betrieblichen Leistungsprozesse.

  • Produktions-Material und Absatzwirtschaft
  • Rechnungswesen
  • Investition und Finanzierung
  • Allgemeine Volks und Betriebswirtschaft

Teil 2 ist die Führung und Leitung eines Betriebes.

  • Unternehmens und Organisationsführung
  • Kommunikationstechniken und Informationstechnik
  • Personalmanagement Teil 3 beinhalten die Technik und den fachlich bezogenen Prüfungsteil.
  • In einer praxisorientierten Projektarbeit soll der Teilnehmer nachweisen, dass er im Betrieb
  • sämtliche kaufmännischen und technischen Probleme erkennt, darstellt, beurteilen und anschließend lösen kann.
    Für die Prüfung stehen 30 Kalendertage zur Verfügung.
    Im Anschluss soll der Teilnehmer in einem projektarbeitsbezogenen Fachgespräch nachweisen, dass er sein Wissen in betriebliche Situation anwenden kann. Wer in der Projektarbeit ausreichende Leistungen erzielt hat, wird zum fachbezogenen Gespräch zugelassen.
    Der erste Teil der Prüfung wird schriftlich durchgeführt. Im zweiten Teil wird schriftlich und mündlich geprüft. Sollte im ersten Teil der schriftlichen Prüfung keine ausreichende Leistung erzielt worden sein, kann diese durch eine mündliche Prüfung ausgeglichen werden.
    Nach dem erfolgreich abgelegten ersten Prüfungsteil, kann der zweite Prüfungsteil durchgeführt werden. Der dritte Prüfungsteil ist nach einem Jahr möglich, allerdings müssen in Teil 1 und Teil 2 mindestens 50 Punkte erreicht werden.

    Die Prüfungsgebühr

    Laut Gebührenordnung der IHK Westfalen wird eine Prüfungsgebühr von 500,00 € erhoben.
    Wenn die Teilnehmer sich für die Prüfung angemeldet haben, wird bei Rücktritt eine Stornogebühr von 30 % fällig. Tritt der Teilnehmer zu einem späteren Zeitpunkt zurück oder nimmt erst garnicht an der Prüfung teil, wird eine Stornogebühr von 50 % erhoben.