Industriefachwirt

Der öffentlich-rechtlich anerkannte Abschluss auf Meisterebene, ist der geprüfte Industriefachwirt. Vor dem Prüfungsausschluss der IHK wird die Prüfung abgelegt.

Welche Aufgaben und Arbeitsgebiete kommen auf den geprüften Industriefachwirt zu?

Um im Industrieunternehmen, Fach- und Führungsaufgaben in den Bereichen Produktion, Marketing, Vertrieb und Einkauf durchführen zu können, verlangt es dieser Qualifizierung.
In industriellen Betrieben unterschiedlichster Branchen werden die Industriefachwirte eingesetzt.

Inhalte der Fortbildung

Nach kammerrechtlichen Regelungen erfolgt die Abschlussprüfung. Derzeit gelten die neuesten Regelungen aus 2010, die sich auf die Verordnung mit veränderten Prüfungsbedingungen und Inhalten, der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss - Geprüfter Industriefachwirt und Geprüfte Industriefachwirtin (IndFachwirtPrV 2010) beziehen.

Folgende Qualifikationen sollten geprüfte Industriefachwirte mitbringen:

Spezifisch Handlungsqualifikationen:

  • Transfermanagement und Wissensmanagement im Industrieunternehmen
  • Marketing und Vertrieb
  • Produktionsprozesse
  • Führung und Zusammenarbeit im Team und zwischen den jeweiligen Abteilungen
  • Finanzwirtschaft im Unternehmen

Wichtige Qualifikationen für die Wirtschaft:

  • Unternehmensführung
  • Allgemeines Recht
  • Steuerrecht
  • Rechnungswesen
  • Volks- und Betriebswirtschaft

Nach Bestehen der spezifischen Handlungsqualifikationen ist der Teilnehmer vom schriftlichen Teil befreit.

Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung

Zur Teilprüfung der wirtschaftsbezogenen Qualifikationen können zugelassen werden, wer

  • eine mindestens dreijährige Berufspraxis oder
  • eine erfolgreich abgeschlossene Abschlussprüfung mit mindestens dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf;
  • eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten mindestens dreijährigen Ausbildungsberuf mit einschließlich einjähriger Berufspraxis oder
  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und danach mindestens zweijährige Berufspraxis nachweist

Für die Teilprüfung der handlungsspezifischen Qualifikationen kann zugelassen werden, wer mindestens ein bzw. ein weiteres Jahr Berufspraxis zu den oben "genannten Zulassungsvoraussetzungen unter der „Teilprüfung Wirtschaftsbezogenen Qualifikationen“ vorweisen kann. Ebenfalls wird zugelassen, wer die Teilprüfung im wirtschaftsbezogenen Bereich nicht länger als vor fünf Jahren abgelegt hat.

Finanzielle Fördermöglichkeiten

Über das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Meister-BAföG) können die Teilnehmer Förderungen der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beantragen.